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Niederlausitz Dienstag, 13 November 2018 von Redaktion

Strukturwandel. Wirtschaftsregion Lausitz will Planung und Steuerung bündeln

Geredet wurde, um klug zu handeln: Die vergangenen Wochen haben Gesellschafter und Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH genutzt, um die Strategie für die Entwicklung und Perspektiven der Lausitz und auch ein Zeichen in Richtung Bundeskommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ abzustimmen. Es wurde ein klarer Auftrag definiert: „Das war intensives Arbeiten, das den gemeinsamen Willen zur Einheit in Vielfalt zeigt“, sagte Torsten K. Bork, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz. „Denn die WRL als sächsisch-brandenburgische Entwicklungsgesellschaft und Spiegel der Lausitzer Lebenswelt ist arbeitsbereit, partnerschaftlich und kooperativ künftig die langfristige Strukturentwicklung zu steuern und zu koordinieren. Das ist Rückenwind auf dem Weg zur lebenswerten Lausitz für die nächsten Generationen

Die Gesellschafterversammlung will den weiten Horizont der Lausitzer Landschaft beherzt ins Denken und Handeln hineintragen: Engstirnige Konkurrenzallüren zwischen regionalen Strukturen sollen künftig vermieden werden. „Nicht ein Mensch, nicht eine Gegend der Lausitz soll zum alten Eisen gehören, dafür umso mehr alles kleinmütige Regional-Gerangel“, so Bork. Die Wirtschaftsregion Lausitz sei eine funktionierende Organisationsstruktur, die im Strukturwandel von jedem genutzt werden könne. „Die zahlreichen Kompetenzen dieser großartigen europäischen Zukunftsregion mit Potenzial gilt es zusammenzuführen, um im Einklang aller Interessen zielgerichtet noch aktiver zu werden. Das kann die Wirtschaftsregion Lausitz für alle leisten“, ist sich Bork sicher. Besonderen Wert wird die WRL dabei auf die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen Städten und Gemeinden in der Lausitz sowie auf die Erfahrungen und Kompetenzen unserer Lausitzrunde der direkt vom Strukturwandel betroffenen Kommunen legen.

Bürokratie solle vermieden und die vorhandene Funktionskraft der WRL voll ausgeschöpft werden

Wichtige Kompetenzen erarbeitete sich die Wirtschaftsregion Lausitz auch schon in den vergangenen neun Jahren als vormalige „Energieregion Lausitz“: Sie brachte regelmäßig Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Kammern, Verbände, Politik, Zivilgesellschaft und Sozialwesen zusammen, um neue Impulse für die Entwicklung der Gesamtregion zu setzen. Zudem ist die Gesellschaft bereits heute in der Lage, Fördergelder auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene zu identifizieren, akquirieren und „einzuholen“ und hat in dieser Art bereits viele erfolgreiche Projekte umgesetzt. „Wir müssen den Schritt wagen, nun auch an vorderster Stelle mitzuwirken“, sagt Bork, und: „Es geht um die Chance, europäische Förderungs- und Strukturveränderungsprozesse als Vorbild– und Modellregion aktiv zu Gunsten unserer Lausitz zu begleiten.“

Gleich zwei Bundesprojekte sind derzeit Ankerpunkte im Zukunftsdialog der WRL über die Gestaltung des energiewendebedingten Strukturwandels: Im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ wurden nach dem 1. Ideen- und Projektaufruf des Regionalen Investitionskonzeptes (RIK) Lausitz erste Vorhaben positiv bewertet. Noch dieses Jahr sollen Projekte für eine zukunftsträchtige Lausitz starten. Mit dem Projekt "Zukunftswerkstatt Lausitz" im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) erarbeitet die WRL mit allen Akteuren ein gemeinsames Leitbild und eine klare daraus abgeleitete Entwicklungsstrategie. Es werden entsprechende innovative Ideen und nachhaltige Projekte für die Länder, den Bund und die EU zur Ausrichtung der regionalen Strukturpolitik hervorgehen.

 Borks Appell: „Wir als Wirtschaftsregion Lausitz rufen einmal mehr dazu auf, jetzt mit allen Partnern und allen Akteuren und mit voller Kraft und basisnah gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, um die  Zukunftschancen unserer Lausitz zu nutzen“.

pm/red

 

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