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Sacrow Montag, 30 Dezember 2013 von Benjamin Andriske

Neupflanzung einer Allee von Neu Zauche nach Sacrow

Der Zustand der Kreisstraße K 6109 von Neu Zauche nach Sacrow hatte sich in den zurück liegenden 10 Jahren erheblich verschlechtert. Sowohl die Fahrbahn als auch die Bankette und die Regenentwässerung waren entweder defekt oder nicht mehr funktionsfähig. Deshalb hat der Kreistag Dahme-Spreewald in den Jahren 2012 und 2013 beschlossen, diese Kreisstraße von Neu Zauche nach Waldow in 2 Bauabschnitten zu sanieren. Mit einem Aufwand von fast 1 Million EURO sind die Straßenbauarbeiten im September 2013 termingerecht und innerhalb der vorgegebenen Kosten abgeschlossen worden. Damit ist diese Kreisstraße seit vielen Jahren wieder verkehrssicher befahrbar.
Im Ergebnis der Straßensanierung sind die Voraussetzungen geschaffen worden, am Kreisstraßenabschnitt vom Ortsausgang Neu Zauche bis zur Bushaltestelle von Sacrow eine neue Allee anzulegen. Dieses Vorhaben war schon vor Jahren geplant, aber nie umgesetzt worden, da der schlechte Straßenzustand und eine störende Telefonleitung die Schaffung einer Allee verhinderten.
Auf der Grundlage der vom Naturschutzfonds Brandenburg geförderten Allenkonzeption des Landkreises von 2011 wurde der Vorschlag aufgegriffen, die Kreisstraße K 6109 für das Anlegen einer Musterallee zu nutzen. Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom vereinbart worden, dass die Telefonfreileitung nach Sacrow abgebaut und neu als Erdleitung verlegt wird. Der Wasserversorger LWG hat unter Auflagen zugestimmt, die neuen Bäume im Bereich seiner Trinkwasserleitung zu pflanzen. In Abstimmung mit dem Naturschutzfonds Brandenburg, der Unteren Naturschutzbehörde des LDS und insbesondere unter Einbeziehung der Ortsteile Sacrow und Waldow wurden die Baumarten für die Neupflanzung festgelegt.
Unmittelbar nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten begannen im Oktober 2013 die Vorbereitungsarbeiten. Ende Oktober pflanzte man auf über 1.500 m in Summe 120 Vogelkirsch- und 181 Lindenbäume. Die verbliebenen Restbaumbestände wurden bewusst in die Alleepflanzung integriert, 15 Greifvogelstützen wurden aufgestellt. Die Pflanzarbeiten sind fachgerecht und zügig von der Firma Kühn durchgeführt und vom Planungsbüro Dubrow GmbH vorbildlich geleitet worden.
Am 9. Dezember konnte die Vorabnahme der Alleepflanzung gemeinsam mit dem Naturschutzfonds, der ausführenden Firma, der Naturschutzbehörde und dem Ortsvorsteher erfolgen.
Die Fertigstellungspflege und nachfolgend die mehrjährige Entwicklungspflege obliegen dem Landkreis, die Betreuung der Bau begleitend angebrachten Fledermausquartiere hat die Gemeinde übernommen.
Die Neupflanzung dieser Allee ist - auch wenn das für den Betrachter nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, nicht nur eine Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten, sondern vor allem für den Naturschutz und den Schutz der Alleen insbesondere.
Möglich war diese erfolgreiche Alleeneupflanzung vor allem durch die Förderung des Vorhabens durch den Naturschutzbund Brandenburg in Höhe von 73.000 Euro und durch die zielgerichtete Umsetzung durch den Landkreis Dahme-Spreewald im Rahmen seiner Allenkonzeption.
Nun gilt es, die Bäume und alle Schutzeinrichtungen weiterhin fachgerecht zu pflegen.
Wenn im Frühjahr 2014 über 300 neu gepflanzte Bäume grünen und blühen, haben die Gemeinde Spreewaldheide, der Landkreis und der Naturschutzfonds ihr gemeinsames Ziel erreicht und damit zum Erhalt der Alleen in unserem Land beigetragen.
Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

 

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